Südansicht @ Stefan Gruber
Luftaufnahme des symmetrischen Gebäudes mit Außenanlagen @ Stefan Gruber
Zentraler Lichthof @ Stefan Gruber
Foyer mit Blick in Richtung Lichthof @ Stefan Gruber
Shop-Portal, Blick in Richtung Foyer @ Stefan Gruber
Blick aus dem offenen Stiegenhaus in die oberen Geschoße @ Stefan Gruber
Anmeldung Ordination, Blick in Richtung Hotelbereich @ Stefan Gruber
Therapie-Badezimmer @ Stefan Gruber
Hotelzimmer, Blick in Richtung Badezimmer @ Stefan Gruber
Hotelzimmer, Blick Richtung Nordwest @ Stefan Gruber
Westfassade mit Balkonen, Blick nach Osten @ Stefan Gruber
Ostfassade mit Pergola @ Stefan Gruber
Luftaufnahme @ Stefan Gruber
Westansicht @ Stefan Gruber
Nördlicher Wirtschaftshof @ Stefan Gruber
Durchfahrt, Blick in Richtung südlichen Wirtschaftshof @ Stefan Gruber
Abgetreppte Bruchsteinmauer aus Brandenburger Konglomeratstein @ Stefan Gruber
Vorplatz Werkstatt und Garage, Blick in Richtung Salettl @ Stefan Gruber
Haupthaus, Wirtschaftsgebäude und Salettl @ Stefan Gruber
Nachtaufname des Hofes @ Stefan Gruber
Freibereich (außen) und Liegebereich (innen) © Stefan Gruber
Blick durch den Stall ins Freie © Stefan Gruber
Innenansicht © Stefan Gruber
Ostansicht © Stefan Gruber
Wagyu-Stall bei Nacht © Stefan Gruber
Lage des Wagyu-Stalls am Hausruck © Stefan Gruber
Auf einem der sanften Hügel des Hausrucks mit Blick bis zum Traunstein steht der neue Stall für Wagyu Rinder des landwirtschaftlichen Betriebes der Familie Huemer. Hier wird die ursprünglich aus Japan stammende Rinderrasse mit großer Sorgfalt in Einklang mit der Natur aufgezogen – der Wagyu-Stall bietet den Tieren Schutz vor der Witterung.
Vom Baum zum Schnittholz
Bauliches Ziel des ungewöhnlichen Rinderstalls war das optimale Einsetzen von Holz – von der persönlich erfolgten Selektion der Bäume im Wald, über den Schnitt im Sägewerk bis hin zum Einbau auf der Baustelle.
Sämtliches im Stall verarbeitetes Holz besteht aus im Hausruckviertel gefällten Fichten und Tannen. Es ist kernfrei geschnitten und umfasst Balken-Dimensionen von 16 auf 36 cm bei Längen von bis zu 9 m. Das Ausreizen und Überschreiten von durch die Industrie vorgegebenen Grenzen in der Dimensionierung der Holzbalken spielte in der Ausführung eine wichtige Rolle. So stellt das Gebäude gewissermaßen die Antithese zu zeitgenössischen Holzverarbeitungstechniken dar, welche das Material erst klein schneiden, um dieses dann in Verbindung mit Bindemittel in einen unendlich dimensionierbaren Werkstoff zu verwandeln. Im Gegensatz dazu schöpft die technische Ausführung des Wagyu-Stalls sowohl das Wissen um das Material wie auch traditionelle oberösterreichische Zimmermannshandwerktechniken voll aus, ohne dabei die Grenzen des Schnittholzes aus den Augen zu verlieren.
Ein Schirm, der zwei Welten umspannt
Das architektonische Konzept des Stalls orientiert sich an den Tieren, welche dieser beherbergt. Wie das Wagyu Rind selbst steht der Stall sicher am Hang, etwas geduckt, mit starkem Körper auf festen Beinen und ist dennoch weich und beweglich. Um einen maximalen Bewegungsfreiraum der Rinder wie auch die Durchfahrt mit dem Traktor im Erdgeschoss zu ermöglichen, erfolgt die statische Aussteifung des Stalls über das Dach und das obere Tragwerk. Die Stützenstiele im Erdgeschoß sind in Betonfundamente eingespannt und tragen zur dynamischen Steifigkeit der Konstruktion bei. Die hierbei entstehende Gestik des Gebäudes erinnert an traditionell-japanische Bauweisen, welche eine große Luftigkeit der bodennahen Geschoße durch ausgeklügelte Dachkonstruktionen ermöglichen. In Kombination mit verfeinertem, österreichischem Zimmermannshandwerk entsteht ein Gebäude, in dem sich die Rinder frei bewegen können. Außen- und Innenraum greifen bei Schönwetter uneingeschränkt ineinander, während bei starker Witterung Tore zwischen die Stützen geschoben werden können. So bilden die Verstrebungen im Obergeschoß gewissermaßen die Krone einer schützenden Baumgruppe in der die Wagyu-Rinder Zuflucht vor Wind, Regen und Hitze finden.
Dachhaut und Dachkörper
Dominantestes Merkmal des Wagyu-Stalles ist sein Dach. Dieses ist in zwei Ebenen abgesetzt und gewährleistet so die zweifache Durchlüftung des Dachkörpers einerseits oberhalb der seitlichen Dachflügel und andererseits unterhalb des Giebels. Die seitlich angeschleppten Dachflächen wurden von der Familie Huemer in Eigenleistung mit Lärchenschindeln gedeckt. Darüber liegt abgesetzt ein Blechdach. Den Giebel bildet ein lichtdurchlässiges Dreieck aus Echtglas, welches das Gebäude über die ganze Länge hinweg zentral mit Tageslicht versorgt.
Dachaufsicht, Blick in Richtung Osten © Stefan Gruber
Ansicht Straßenseite © Stefan Gruber
Südansicht mit abgetrepptem Garten © Stefan Gruber
Terasse, Südansicht © Stefan Gruber
Offene Küche © Stefan Gruber
Wohnraum © Stefan Gruber
Südansicht, umgebautes Haus mit Schwimmteich © Renate Schrattenecker-Fischer
Vor dem Umbau: Westansicht
Abendstimmung, Nord-Ostansicht © Renate Schrattenecker-Fischer
Erweiterter Wohnraum mit vorgelagerter Terasse, Blick in den Garten © Renate Schrattenecker-Fischer
Vorraum und Stiege aus Eichenholz © Renate Schrattenecker-Fischer
Badezimmer © Renate Schrattenecker-Fischer
Gerundete Kanten, Fließen, Stein- und Putzflächen © Renate Schrattenecker-Fischer
Westansicht nach dem Umbau © Renate Schrattenecker-Fischer
Blick vom Garten aus © Renate Schrattenecker-Fischer
Wohnzimmer, Stiegenkasten und Wendeltreppe © Renate Schrattenecker-Fischer
Stiegenkasten © Renate Schrattenecker-Fischer
Wohnraum und Küche © Renate Schrattenecker-Fischer
Denkmalgeschützter Durchgang mit neuer Stiege © Renate Schrattenecker-Fischer
Innenhof über Parkdeck, Blick nach Süden © Renate Schrattenecker-Fischer
Innenhof im 2. Obergeschoß, Blick nach Norden © Renate Schrattenecker-Fischer
Fassade Kirchengasse, Durchgang, Auffahrt zum Parkdeck © Renate Schrattenecker-Fischer
Maisonettewohnung mit Rippendecke © Renate Schrattenecker-Fischer
Neue, überdachte Stiege, Öffnung in Richtung der Laubengänge © Renate Schrattenecker-Fischer
Denkmalgeschütztes Stiegenhaus, neue Verbindung zum Durchhaus © Renate Schrattenecker-Fischer
Schnittperspektive durch beide Häuser, Garage und Innenhof
Wohnung mit seitlicher Loggia, Sonnenläden nach Süden © Renate Schrattenecker-Fischer
Zimmerflucht, hofseitige Wohnung © Renate Schrattenecker-Fischer
Adaptierter Durchgang, Öffnung des historischen Stiegenhauses im OG © Renate Schrattenecker-Fischer
Vor dem Umbau: Fassade Kirchengasse
Das Wohn- und Geschäftshaus Nimeth zählt zu den ältesten Gebäuden der Stadt und ist urkundlich seit 1598 belegt. Ursprünglich handelte es sich um zwei 45 m tiefe Parzellen mit einem Vorderhaus zum Hauptplatz, einem großen Innenhof und einem Hinterhaus zur Kirchengasse, im Erdgeschoß über ein Durchhaus erschlossen und darüber mit Laubengängen verbunden. Ab 1900 fand ein sukzessives Bebauen des Hofes statt. Zum Zeitpunkt des Kaufs durch Frau Birgit Mayr 2009 belichteten drei winzige Lichthöfe ein viergeschossiges Volumen so mangelhaft, dass bis auf die Geschäftsräume im Erdgeschoß das Gebäude völlig leer stand.
Dem Bestreben der Bauherrin, einen attraktiven Wohnort zu gestalten und den historischen Rieder Stadtkern zu beleben, folgte ein Entwurf, der einen entschiedenen Abbau der verdichteten Struktur und die Wiederherstellung eines zentralen Hofes mit umliegenden Laubengängen vorsah. 12 Wohnungen, mit 60 bis 180 m2, sind mit Loggien, Terrassen oder Gärten ausgestattet. Von einem der beiden ursprünglichen Durchhäuser führen zwei Stiegen – eine davon denkmalgeschützt – und ein Lift in die oberen Stockwerke. Im ersten Stock des Hauses befindet sich eine mit der Kirchengasse über eine Auffahrt verbundene Garage. Ried ist in einem Sumpfgebiet errichtet und die Errichtung einer Tiefgarage kaum möglich. An den über der Garage liegenden Hof schließen 5 Wohnungen an, ein Muster, welches im 3. Obergeschoß fortgesetzt wird. Drei Maisonette Wohnungen stufen sich mit ihren großzügigen Terrassen zugunsten einer besseren Belichtung des Hofes zur Kirchengasse hin ab.
Der Umbau war nicht nur in Bezug auf Denkmalschutz und einer sensiblen Adaption der über vierhundert Jahre alten Substanz an zeitgemäße Wohnbedürfnisse eine Herausforderung. Auch statische Grenzen wurden ausgereizt. Durch den Einsatz vorgefertigter Stahlbetonrippendecken gelang es, das Gewicht der Vorgängerdecken nicht zu überschreiten und gleichzeitig dem Gebäude ein durchgehendes, gestalterisches Element gleich einem gewobenen Teppich über alle Stockwerke zu geben.
Vor dem Umbau: Pfarrzentrum, in den Platz hinein ragender Bühnentrakt @ Herbert Schrattenecker
Meditationsraum im Untergeschoß, freigelegetes Ziegelgewölbe @ Renate Schrattenecker-Fischer
Pfarrplatz mit Kirche und Pfarrzentrum @ Renate Schrattenecker-Fischer
Pfarrzentrum und Pfarrplatz nach dem Umbau @ Renate Schrattenecker-Fischer
Historisches Stiegenhaus mit ergänzten Durchbrüchen @ Renate Schrattenecker-Fischer
Pfarrsaal mit neu proportionierten Fenstern @ Renate Schrattenecker-Fischer
Tonnengewölbe, Durchhaus im Untergeschoß, Zugang zu Gruppenräumen @ Renate Schrattenecker-Fischer
Zubau Eingangsbereich, neue Öffnung in das Stiegenhaus @ Renate Schrattenecker-Fischer
Mischmauerwerk aus Abbruchziegel und mühlviertler Granit-Haustein @ Renate Schrattenecker-Fischer
Stüberl mit Cafébar @ Renate Schrattenecker-Fischer
Blick vom Kirchturm auf die beruhigte Dachlandschaft nach dem Umbau mit PV-Anlage @ Klaus Dopler
Der im Kern mittelalterliche Pfarrhof wurde um 1760 zu dem heute noch vorhandenen Wohn- und Wirtschaftsgebäude umgebaut. Die 1960 eingebauten Jugendräume in den ehemaligen Stallungen im Untergeschoß waren vor dem Umbau feucht; die Heizung, Elektrik und Fenster in einem bedrohlichen Zustand.
Entscheidend für den Umbau war der Abbruch des abweisenden und in den Platz vorragenden, landwirtschaftlichen Anbaues. Ein schmälerer Bühnenzubau nimmt die Bauflucht der Kirche auf und antwortet mit seiner Pfeiler-Balkenstruktur aus Ziegel und Hausteinen auf die Strebepfeiler der Kirchenfassade.
Das in den Platz vorgeschobene Untergeschoss schafft eine einladende Treppe und einen behindertengerechten Zugang zum Pfarrhof. Im Inneren verbindet ein Lift alle eingeebneten Geschosse mit den sanierten Wohn-, Arbeits- und Gruppenräumen. Das historische Kellergeschoß wurde durch Trockenlegung der Mauern aufgewertet, Saal und altes Stiegenhaus durch Änderung der Fenster besser belichtet und eine neue Stiege zu den Privaträumen eingebaut.
Der um die Kirche begonnene Platz ist zum Pfarrplatz für Fußgänger geworden. Er folgt dem natürlichen Gelände ohne Stufen und gleicht einem steinernen Teppich.
Südfassade am Kirchenplatz, Maisonettewohnung mit Terrasse © Renate Schrattenecker-Fischer
Hauseingang, Kirchenplatzseite © Renate Schrattenecker-Fischer
Außenansicht Brandstätterhaus mit verkehrsberuhigtem Kirchenplatz © Renate Schrattenecker-Fischer
Stiege und Wandbrunnen © Renate Schrattenecker-Fischer
Stiegenhaus mit Oberlicht © Renate Schrattenecker-Fischer
Haus an der Friedhofleitn mit Urnenwand © Renate Schrattenecker-Fischer
Stiege, Blick nach oben © Renate Schrattenecker-Fischer
Vor dem Umbau: Außenansicht Brandstätterhaus © Herbert Schrattenecker
Zentraler Wohn- und Essraum mit Küche © Renate Schrattenecker-Fischer
Gartenansicht, Wohnraum mit Studio © Renate Schrattenecker-Fischer
Westansicht, Zufahrt © Renate Schrattenecker-Fischer
Vorzimmer, Umkleide und Schlaftrakt © Renate Schrattenecker-Fischer
Ausgang in den Garten © Renate Schrattenecker-Fischer
Neuer Altar und Ambo, Blick nach Osten © Renate Schrattenecker-Fischer
Neue Bestuhlung und Wandbänke, Blick nach Westen © Renate Schrattenecker-Fischer
Auskragende Wandbank in Esche © Renate Schrattenecker-Fischer
Für die Kapelle entworfener Eschenstuhl mit Gurtbespannung © Renate Schrattenecker-Fischer
Sofaraum im Gartenpavillon © Renate Schrattenecker-Fischer
Gartensansicht Pavillon mit Sitz- und Geräteraum © Renate Schrattenecker-Fischer
Zum Garten hin öffenbare Schiebetüren © Renate Schrattenecker-Fi
Kräftig leuchtet der eingewachsene Pavillon zwischen Büschen und Bäumen des Gartens hervor. Er liegt am Ende des Grundstückes und bildet ein Gegenüber zum Wohnhaus. Massivholzsäulen umstehen den Pavillon an seiner Vorder- und Rückseite und unterstreichen dessen expressiven Ausdruck. Der leicht über das Bodenniveau erhobene Sitzraum wird zu drei Seiten von einem Sofa umfasst und lässt sich in Richtung Garten durch verschiebbare Glastüren gänzlich öffnen.
Von hier aus nehmen Sitzende eine beobachtende Position ein. Die Tragstruktur und Schalung aus Fichtenholz und die mit rötlichem Lehmputz ausgemalten Innenwände erzeugen in Kombination nicht nur optisch Wärme, sondern bringen auch die schlichte Festlichkeit des Pavillons zum Ausdruck. Auf diese Weise wird das in europäischer Tradition stehende, schlichte Salettl zur Reminiszenz an farbenfrohe, türkische Garten- und Teepavillons. Was entsteht, ist ein Ort am Ende des Gartens, ein Pavillon des Fernwehs und Ausblickes gleichermaßen.
Kirchenschiff mit neu gestaltetem Altarraum © Renate Schrattenecker-Fischer
Westansicht mit Vordach nach dem Umbau © Renate Schrattenecker-Fischer
Neue Apostelkreuze © Renate Schrattenecker-Fischer
Taufkästchen für Taufutensilien © Renate Schrattenecker-Fischer
Volksaltar in Bronze, Blick in Richtung Taufbecken © Renate Schrattenecker-Fischer
Emporenbrüstung mit aufgesetztem Geländer © Renate Schrattenecker-Fischer
Priestersakristei © Renate Schrattenecker-Fischer
Ostansicht mit neuem Sakristeizubau © Renate Schrattenecker-Fischer
Neuer Emporenaufgang in Ortbeton durch gotische Gewölbe © Renate Schrattenecker-Fischer
Vor dem Umbau: Westansicht mit Stiegenanbauten
Kirchenschiff und neu gestaltete zweigeschoßige Empore © Renate Schrattenecker-Fischer
Im Zuge des Umbaus der Pfarrkirche wurden beide den Eingang beengenden Stiegenhäuser an der westlichen Fassade abgebrochen und durch ein großzügiges Vordach zum Verweilen ersetzt. Betritt man den Kirchenraum, öffnet die zurückgebaute Empore das hohe Kirchenschiff, die beiden neuen Aufgänge sind präzise durch das gotische Gewölbe geschnitten. Für gleichmäßigere Lichtverhältnisse tragen die geöffneten Obergardenfenster und das dafür abgesenkte nördliche Seitenschiffdach bei. Die reduzierten Bänke halten den Raum unter der Empore frei. Weit in den Raum vorgerückt steht der Volksaltar und das Ambo aus Bronze. Gemeinsam mit Taufbrunnen und Weihwasserbecken wurden diese in der VOEST gegossen, welche nach 1945 wesentlich zum Bevölkerungswachstum in Gallneukirchen beigetragen hat. Nicht zuletzt ist der Raum verändert und geprägt durch die Neuordnung der Seitenaltäre und Bilder. Auch die neugestalteten, färbigen Glasfenster um den Hochaltar, der helle Steinboden und die verminderten Stufen vor dem Volksaltar tragen im Wesentlichen zur veränderten Erscheinung der sorgfältig sanierten gotischen Kirche bei.
Geöffneter Bühnenraum @ Renate Schrattenecker-Fischer
Fußgänger- und Fahrradrampe @ Renate Schrattenecker-Fischer
Straßenansicht Turn-/ Veranstaltungssaal mit Musikproberaum/ Bühne @ Renate Schrattenecker-Fischer
Außenansicht Musikproberaum, dahinter Schule und Kindergarten @ Renate Schrattenecker-Fischer
Schulstiegenhaus mit geöffneter Glasfassade @ Renate Schrattenecker-Fischer
Gruppenraum im Kindergarten @ Renate Schrattenecker-Fischer
Gerätehütte im Kindergarten-Garten @ Renate Schrattenecker-Fischer
Schule, Kindergarten und Spielplatz @ Renate Schrattenecker-Fischer
Vor dem Umbau: Schule, Kindergarten und Spielplatz
Über einen Zeitraum von zwölf Jahren hinweg entstand Schritt für Schritt das Konzept des neuen Schul- und Kindergartengebäudes mit Mehrzwecknutzung in Kirchheim. Die intensive Auseinandersetzung der Gemeinde mit Themen der Raumnutzung und -qualität des Gebäudes stellte für NutzerInnen und Planende eine ebenso wichtige Kernfrage dar, wie etwa jene nach Entwicklung und Zukunftsperspektiven des Ortskerns.
Eine transparente und klare Erschließung des Gebäudes erfolgt über alle fünf Geschosse mittels einer kaskadenförmigen Treppe, welche im Außenbereich von Rampen als behindertengerechte Verbindung begleitet wird. Alle Funktionen (öffentliches WC, Turnsaalkeller, Veranstaltungsfoyer, Kindergarten, Musik- und Medienraum, Bibliothek, Kopierraum, Garderoben, Werkraum und Klassen) liegen an dieser Verteilerzone und können mehrfach genutzt werden. Der Musikproberaum kann zum Turnsaal hin in voller Breite geöffnet werden. Die akustische Auskleidung lässt sich für den Probe- und Aufführungsbetrieb ändern. Der Kindergarten ist ohne Stufen mit dem zugehörigen Garten verbunden. Die Volksschule ist in beiden Geschossen von außen zugänglich. Ein Amphitheater ermöglicht das Unterrichten im Freien.
Eine differenzierte Außengestaltung, entwickelt und umgesetzt durch D.I. Kumpfmüller, unterscheidet geländebedingt und gebäudebezogen mehrere Teilräume mit unterschiedlichen Funktionen und unterschiedlichem Grad der Öffentlichkeit. Hauptanliegen war es, kindgerechte, die Bewegung fördernde Innen- und Außenräume in dem ortszentralen, zukunftsorientierten Gebäude zu schaffen.
Außenansicht Eingangsseite © Renate Schrattenecker-Fischer
Wohnzimmer mit Aufgang in den Schlaftrakt © Renate Schrattenecker-Fischer
Gartenansicht, erhöhter Wohn- und Essraum © Renate Schrattenecker-Fischer
Zweigeschoßige Diele, Schlafzimmer im Obergeschoß © Renate Schrattenecker-Fischer
Wohnküche © Renate Schrattenecker-Fischer
Innenansicht Eingangsbereich @ Renate Schrattenecker-Fischer
Besprechungsbereich mit Ostverglasung @ Renate Schrattenecker-Fischer
Vorplatz mit Eingang zum Atelier @ Renate Schrattenecker-Fischer
Stiegenaufgang zum Dachgarten @ Renate Schrattenecker-Fischer
Westansicht @ Renate Schrattenecker-Fischer
Dachgarten @ Renate Schrattenecker-Fischer
Gartenansicht, Wohnhaus und Dachsalettl © Renate Schrattenecker-Fischer
Sofa-Erker mit Ausblick in den Dachgarten © Renate Schrattenecker-Fischer
Dachsalettl © Renate Schrattenecker-Fischer
Nordwestansicht mit Haupteingang @ Renate Schrattenecker-Fischer
Nordansicht @ Renate Schrattenecker-Fischer
Eingang, Garderobe und Wartebereich @ Renate Schrattenecker-Fischer
Empfang und Wartebereich @ Renate Schrattenecker-Fischer
Südansicht Ordination und Wohnhaus @ Renate Schrattenecker-Fischer
Wohnraum im Obergeschoß © Renate Schrattenecker-Fischer
Diele, zentrale Treppe und Stiegenkästen © Renate Schrattenecker-Fischer
Gartenansicht, dreigeschoßiges Wohnhaus, Balkon, Laube © Renate Schrattenecker-Fischer
Konferenzraum im Dachgeschoß @ Renate Schrattenecker-Fischer
Stiegenkaskade @ Renate Schrattenecker-Fischer
Vorraum im 1. Obergeschoß @ Renate Schrattenecker-Fischer
Gedeckter Eingangsbereich @ Renate Schrattenecker-Fischer
Straßenansicht mit verglastem Stiegenhaus @ Renate Schrattenecker-Fischer
Nordwestecke mit auskragendem Baukörper @ Renate Schrattenecker-Fischer
Das Bürogebäude der Firma Bau Mayr wurde auf einem schmalen Grundstück zwischen Hauptstraße und Wohnhaus errichtet. Aus der Trichterform der zur Verfügung stehenden Fläche entwickelte sich ein dreistöckiger Entwurf, dessen Ostseite – eine massive Mauer – das Grundstück zum Verkehr hin abgrenzt und dessen Westseite in engem Dialog mit der gegenüberliegenden Fassade des Wohngebäudes steht. Im ersten Geschoß befinden sich Büroräume und Empfang. Erstes und zweites Obergeschoß werden von einer Holzbalkendecke frei überspannt, welche im mittleren Geschoß nur von wenigen Stützen getragen wird. Die raumbildenden Zwischenwände wurden in Leichtbauweise ausgeführt und erst über dem fertigen Fußbodenaufbau errichtet. Sie sind Möbel, welche sowohl von Büro-, als auch Gangseite aus bedient werden können. Jedes der sieben Büros, welche sich entlang der Westfassade aneinanderreihen, erfüllt den Anspruch auf ein geschütztes, angenehmes Arbeitsklima. Die orthogonalen Rücksprünge in der Fassade sorgen sowohl für eine geeignete Belichtung innerhalb der Räume und verwandeln die östlich gelegene Gangfläche in ein differenziertes, räumliches Gefüge.
Das zweite Obergeschoß des Gebäudes wird von einem umlaufenden, sprossengeteilten Fensterband begrenzt. Auf seiner Südseite befindet sich eine Terrasse, welche zugleich über dem Eingangsbereich im Erdgeschoß liegt. Um die Richtlinien für eine maximale Gebäudehöhe der örtlichen Bauordnung einhalten zu können, war es nötig, das Kupferblechdach nicht zu hoch ausfallen zu lassen. Sein aus diesem Grund bis weit unter die oberste Geschoßkante hinuntergezogener Walm kommt dem Witterungsschutz der unbehandelten, hölzernen Fensterstöcke entgegen.
Außenansicht neubarocke Kirche © Renate Schrattenecker-Fischer
Ansicht Pfarrhofgarten mit gedecktem Verbindungsgang @ Renate Schrattenecker-Fischer
Kirche, Garten und überdachter Verbindungsgang @ Renate Schrattenecker-Fischer
Stiegenaufgang im Sakristeivorraum @ Renate Schrattenecker-Fischer
Hauptschiff, Blick in Richtung Osten @ Renate Schrattenecker-Fischer
Kirchenschiff mit neuem Volksaltar und Westeingang @ Renate Schrattenecker-Fischer
Vertiefter Westeingang mit hölzernem Windfang @ Renate Schrattenecker-Fischer
Westeingang, mit Bronzeblech beschlagenes Tor @ Renate Schrattenecker-Fischer
Vor dem Umbau: Kirchenschiff
Gartenhof - Hofgarten © Renate Schrattenecker-Fischer
Blick von der Galerie in den Wohnraum © Renate Schrattenecker-Fischer
Zweigeschoßiger Wohn- Essraum, Küche und Galerie © Renate Schrattenecker-Fischer
Außenansicht Reihenhäuser, Verbindungsweg an der Westseite © Renate Schrattenecker-Fischer
Außenansicht, Parkplatz, Hofeingang und Gerätehütte © Renate Schrattenecker-Fischer
Eckhaus, Hofansicht nach Fertigstellung © Herbert Schrattenecker
Richtung Süden geöffneter Hof nach Fertigstellung © Herbert Schrattenecker
Westansicht mit Zufahrt © Renate Schrattenecker-Fischer
Ansicht Nordseite, Werkstatt und Einliegerwohnung © Renate Schrattenecker-Fischer
Innenhof mit Schwimmteich und Saunasalettl © Renate Schrattenecker-Fischer
Blick vom begrünten Saunadach auf Schwimmteich und Wohnhaus © Renate Schrattenecker-Fischer
Nordostseitige Straßenansicht © Renate Schrattenecker-Fischer
Stiegenaufgang und dahinter liegende Küche © Herbert Schrattenecker
Blick in den Wohnraum © Herbert Schrattenecker
Wohnraum © Renate Schrattenecker-Fischer
Westseitige Straßenansicht © Renate Schrattenecker-Fischer
Vorhalle und Taufbecken (in Zusammenarbeit mit Meinrad Mayrhofer) @ Renate Schrattenecker-Fischer
Blick in den Altarraum @ Renate Schrattenecker-Fischer
Stahlbetonstiege im Turm @ Renate Schrattenecker-Fischer
Ostansicht Pfarrkirche Riedau @ Renate Schrattenecker-Fischer
Südliche Vorhalle mit neu gestalteter Glasfassade @ Renate Schrattenecker-Fischer
Kirchenschiff, neu gestaltete Empore und Volksaltar @ Renate Schrattenecker-Fischer
Ambo mit Text aus dem AT (in Zusammenarbeit mit Meinrad Mayrhofer) @ Renate Schrattenecker-Fischer
Neues Weihwasserbecken im Turm von Meinrad Mayrhofer @ Renate Schrattenecker-Fischer
Vor dem Umbau: Südliche Vorhalle
Entworfen und ausgeführt wurde dieses Weihwasserbecken von Herbert Schrattenecker aus Adneter Tropfstein für den Umbau der Kirche in Kirchheim im Innkreis.
Westerweiterung mit Konglomeratmauer, Südeingang mit großem Vordach
Südeingang mit Sitzbank
Aufbahrungshalle mit angebautem Vorraum
Empore mit geöffnetem Kirchenschiff und Zubau nach Westen
Westansicht der freigestellten Empore mit Orgelprospekt
Neu errichtete Nordwand der Aufbahrungshalle
Marienkapelle und neu überdachter Sakristeieingang
Restaurierter Altarraum, neuer Volksaltar und Ambo
Aussprachezimmer
Neuer Emporenaufgang
Vor dem Umbau: Empore an der Westwand des Kirchenschiffes
Das historische Kirchengebäude der Pfarre Kirchheim umfasst ein durch die Empore an der Westwand begrenztes Hauptschiff, sowie ein für die Region typisches, südliches Seitenschiff. Ziel des Zu- und Umbaus der Pfarrkirche war der sichtbare Erhalt der Kirche unter besonderer Berücksichtigung vorhandener, gotischer Proportionen.
Für die räumliche Erweiterung des Hauptschiffes wurde die Westwand der Kirche abgetragen und der Kirchenraum um 7 Meter nach Westen ausgedehnt. Anstelle der ursprünglichen Rückwand traten im Zuge des Umbaus zwei Säulen, welche die Empore stützen und diese in eine von beiden Seiten einsehbare Brücke über dem Kirchenraum verwandeln. Die freigestellte Empore fungiert so als ein den alten und neuen Gebäudeteil trennendes, wie gleichermaßen verbindendes Element: Aus dem Zubau sollen Betrachtende wie aus einem Guckkasten heraus in die alte Kirche hineinsehen können. Zusätzlich wurden durch diese Maßnahme die ehemals verdeckten, rückwärtigen Holzpfeifen der historischen Orgel auf der Empore erstmals gut sichtbar. Wände und Gewölbe des Anbaus wurden aus Ziegel in traditioneller Weise von örtlichen Handwerkern gemauert und verputzt, wobei die westliche Außenmauer aus Gründen des Witterungsschutzes aus Konglomeratstein vorgemauert wurde. Die Wahl der während der Planung gestalteten Rundbogenfenster im Zubau ist auf eine im Allgemeinen rundere Struktur des neuen Gebäudeteils gegenüber der gotischen, älteren Gebäudeelemente zurückzuführen und kommt gestalterisch den barocken Fenstern des im Osten liegenden Baptisteriums entgegen.
In seiner äußeren Erscheinung beschreibt der Kirchenzubau einen weiteren Abschnitt in der Geschichte des Gebäudes, welcher den gewachsenen Ansprüchen seiner Gemeinde gerecht wird.
Dachlandschaft in Split, Aquarell auf Papier
Aquarellskizze nach Stoffdruck, Topkapi Serail, Istanbul
Türkisches Haus in Antalya, Bleistiiftzeichnung
Cuhaci Han, Istanbul, Bleistiftzeichnung